Nicht genug davon, dass schon seit Tagen nur noch von der Neuauflage des Yps-Heftes gesprochen wird, heute komme ich zur Tür herein und muss folgendes Szenario betrachten:

Ein nicht näher identifizierbarer Kollege liegt in stoischer Ruhe auf der Couch, die ich gestern im Schweiße meines Angesichts hergeschleppt habe – und liest besagtes Heftchen.

„Was machst du da?“

Keine Antwort.

„Is gut?“

Nix.

Aber die Urzeitkrebse auf der Vorderseite der Yps starren mich bedrohlich an. Ob sie davon wissen, dass ihre Vorgänger in früher Kindheit des öfteren von mir in der Toilette entsorgt wurden? Kollektives Gedächtnis? Seit dem Paläolithikum warten sie auf Rache – und dieses Zeitalter kennt das Wort „Vergebung“ nicht.  Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken und ich beschließe, mein Schicksal nicht herauszufordern. Dann geh ich halt wieder…

„Blöde Krebse!“ werfe ich noch ein, und dann „Bin wieder weg.“

„Hmm“ kommt als Antwort – und ich meine auch ein piepsiges „verzieh dich!“ zu hören. Nachtragende Krustentiere. Aber nochmal Schwein gehabt. Wenn die wüssten, dass ich mir zum Mittagessen ne Krabben-Creme-Suppe mache, wäre das Ganze wohl bedeutend schwerwiegender verlaufen.

Auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz komme ich dann, nachdem ich noch nen Kollegen mit dem Comicheftchen antreffe, an folgendem geilen Gerät vorbei, dass ich gestern auch noch aufbauen durfte.

Ganz Recht. Ein Kicker! Coole Sache, an einem Tag ne Couch und nen Kicker in die Agentur zu schaffen hebt definitiv die Moral! Und praktisch ist das Ding ja auch. Ab sofort werden Preise und Konzepte nämlich mit den Kunden ausgespielt. Bin schon fleißig am trainieren – und da bin ich nicht alleine. Die Geräuschkulisse ist also, sagen wirs so, etwas knalliger geworden. Und die Stimmung ist am Anschlag. Ach, ich freu mich schon auf die ersten Duelle mit ahnungslosen Kunden!

Aber jetzt mach ich mich erstmal wieder an die Arbeit. Nach diesem kleinen Update aus der Agentur und meiner gelungen Flucht vor den Monstern aus der Altsteinzeit hab ich nun noch genug zu tun, und wenn dazwischen noch Zeit zum Kickern sein soll muss ich mich ran halten.

Also machts gut und bis zum nächsten Mal,

euer Mark N. Mut

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