Auf die Gefahr hin meine Mitbürger in Panik zu versetzen muss ich sie doch auf was aufmerksam machen: Seit einigen Tagen berichten immer mehr Menschen von einem großen, leuchtenden Objekt, welches des Tags über den seltsamerweise blauen anstatt grauen Himmel zieht. Ältere Mitbürger beschwören, so etwas schonmal gesehen zu haben, aber so hunderprozent zuverlässig sind die Angaben doch nicht.

Als studierter Altgermanist hab ich mich daraufhin nicht lumpen lassen und mal in ein paar althochdeutschen Texten gekramt. Und siehe da, unsere Vorfahren kannten dieses Himmelsobjekt und hatten sogar ein eigenes Wort dafür: sunno/a.  In Anbetracht der Sprachentwicklung möchte ich diese Scheibe im Folgenden allerdings als Sonne verstanden wissen.

Mit dem Phänomen einhergehend findet scheinbar eine spürbare Aufheizung der uns umgebenden Luftschichten statt. Selbst ich musste dies feststellen, als ich gerade wie gewöhnlich das Haus mit drei Lagen Robbenfell, also an die normalen Wetterverhältnisse angepasst, verlassen wollte. Plötzlich konnte eine Lage zuhause bleiben – und bei den übrigen beiden habe ich sogar die Ärmel gekürzt! Wir leben in wahrhaft verrückten Zeiten sage ich euch! Natürlich habe ich weiter recherchiert und entdeckt, dass vorzeitliche Gruppierungen dieser Sonne nahezu kultisches Liedgut widmeten. Ein Beispiel soll im Folgenden genügen. Here comes the sun

Entgegen allgemeiner Befürchtungen scheint diese Sonne also keineswegs gefährlich, eher sogar förderlich für das natürliche Wohlbefinden zu sein. Skeptikern kann ich nur raten, sich ihren Ängsten zu stellen und etwaige Vorurteile zu überwinden – ich spreche als lebendes Beispiel hierfür.

In diesem Sinne solls das gewesen sein – genug Aufregung für heute von

eurem Mark N. Mut

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