Mutig gehts heute zu, aber nicht wie ihr euch das vorstellt. Denn jetzt wollen wir uns einmal die Bestandteile unseres Namens – markenmut – genauer anschauen und sehen, was ihre Geschichte so hergibt. Und da wollen wir auch direkt einsteigen 🙂

Marke

Was sagt denn erstmal das mittelhochdeutsche Wörterbuch dazu. Ahja, da stehts. marke: abgegrenzter Landteil, Gau, Bezirk, Gebiet. OK, hat auf den ersten Blick nicht soviel mit uns zu tun. Aber eine Gemeinsamkeit gibts doch – die Abgrenzung. Denn den Aspekt muss eine gute Marke auch heute aufweisen; Abgrenzung von der Konkurrenz. Aber wie hat sich das Ganze dann weiter entwickelt? Die Gebrüder Grimm haben sich dazu in ihrem äußerst hilfreichen Wörterbuch geäußert.

schon früh war das wort in die romanischen sprachen eingedrungen, ital. span. portug. provenz. marca, franz. marque, und kehrt seit dem 17. jahrh. als kaufmännischer ausdruck in der bedeutung des zeichens, kennzeichens zurück, anfangs in der fremden schreibung marque

marquenmut hätte doch auch einen gewissen Flair, findet ihr nicht? 🙂 Auf jeden Fall haben wir dann hier schon eine Bedeutung, die der heutigen doch recht nahe kommt. Marken waren Zeichen, die an hergestelle Waren angebracht wurden um diese von anderen, ähnlichen Produkten abzugrenzen. Von da an war es dann auch nur noch ein kleiner Schritt zu unserem heutigen Verständnis von Marken, welches teilweise auch losgelöst von Produkten existiert.

Und jetzt wollen wir noch den Mut unter die Lupe nehmen.

Mut

kraft des denkens, empfindens, wollens, sinn, seele, geist; gemüt, gemütszustand, stimmung, gesinnung

Das sagt das mhd. Wörterbuch dazu. Und das heißt, dass man mit muot damals einfach alles bezeichnen konnte, was irgendwie im Innern eines Menschen stattfand (na gut, vllt. nicht wirklich alles 🙂 ). Das haben wir heute noch in solchen Wörtern wie Gemüt oder solchen Redewendungen wie guten Mutes sein. Aber ansonsten hat sich der Begriff doch ganz schön verengt.

die hauptbedeutung von mut in unserer neueren sprache entwickelt sich aus der steigerung des wortsinnes; mut, beherzte stimmung gegenüber wagnis und gefahr, ist mhd. noch selten

Das schreiben die Gebrüder Grimm in einer kleinen Nebenbemerkung, nachdem sie sich vorher seitenlang den anderen Bedeutungen zugewendet haben.

Wie man also sieht ist der Ausdruck Mut sehr facettenreich (gewesen) und es schwingt viel mit. Das ist besonders in Kombination mit der Marke interessant. Bei markenmut kommt es also auch auf das Gefühl, die Stimmung der Marke an. Die Intentionen und Bedürfnisse stehen genauso im Vordergrund wie die im heutigen Sinne des Wortes mutige Präsentation.

Und damit will ich auch diesen kleinen Exkurs schließen. Ich hab es mal als interessant erachtet, so eine kleine Analyse in den Blog zu integrieren – sagt an, obs euch gefallen hat!

Bis dahin,

euer Mark N. Mut

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