Woher kommen eigentlich Logos? Wer hat damit angefangen und wofür waren sie gedacht? Fangen wir mal vorne an! (Frei übersetzt aus: A Quick History of Logos)

Die ersten Logos findet man mit Sicherheit auf Steinen und Kühen. Sie waren einfach nur ein Weg, um Territorium oder Eigentum zu markieren und wurden recht einfach gehalten – es gab keinen Grund für komplizierte Ausführungen.

Das erste richtig kommerzielle Branding ist jedoch woanders anzutreffen: Auf Rüstungen. Schmiede wollten ihre gute Arbeit mit Stolz präsentieren, und Turnierritter waren im Mittelalter 1A Werbeträger, ganz wie es heute olympische Athleten sind. In den Stahl geätzt oder gehauen waren diese Logos zwangsweise  immer noch recht simpel, aber erfüllten ihren Zweck zur vollen Zufriedenheit.

Zu dieser Zeit schienen auch die langlebigsten Embleme, die uns auch heute noch ein Begriff sind. Sich selbst identifizieren zu müssen legte den Grundstein der Heraldik. Ob gemalt oder gestrickt, heraldische Symbole konnten es sich leisten, viel detaillierter als ihre Vorgänger zu sein. Auch wenn sie nicht kommerziell waren, sind viele Wappen auch heute noch gut identifizierbar.

Wappen der Familie Plantagenet

Springen wir ein paar Zeitalter weiter in die industrielle Revolution und den kommerziellen Boom des beginnenden 19. Jahrhunderts, als plötzlich ein eindeutiges Qualitätssiegel benötigt wurde. Die ungeheure Anzahl an Menschen, die in die Stadt zogen, kauften auf einmal ihr Essen, anstatt es selbst anzubauen. Das führte eben auch zu vielen skrupellosen Händlern, die verdorbene oder ungenießbare Nahrung verkauften.
Um sich von diesen abzusetzen, entwickelten sich viele Marken, die das Vertrauen der Konsumenten verdienen wollten und sollten. Das Vertrauen musste jedoch gepflegt werden, was im Jahre 1875 durch die Einführung der Trademarks erleichtert wurde. Auf einmal konnten sich Marken vor Nachahmern schützen. Ein Mitarbeiter der Bass Brauerei soll eine ganze Nacht vor dem Registrierbüro verbracht haben, um das Markenlogo sicher schützen zu können. Typisch für diese Zeit hatte dieses Logo einen charakteristischen Font und ein großes rotes Dreieck, damit auch die Vielzahl an Analphabeten die Marke erkannten.

Fortschritte in der Drucktechnologie und eine belesenere Bevölkerung führten dazu, dass Logos anspruchsvolleren Text enthalten konnten. Das späte 19. Jhd. sah viele Marken, die ganz ähnlich dem ikonischen Coca Cola Logo aufgebaut waren.
Das 20. Jhd. begann dann mit einem Schritt zurück: fortschreitende Globalisierung hieß nun auch, dass Sprachbarrieren überwunden werden mussten und Logos aufs Neue ohne Schrift erkennbar sein mussten. Die kalligraphischen Symbole älterer Zeiten wurden von bescheidenen Symbolen ersetzt, so z.B. bei Mercedes und Citroen.

Text wurde in den 1950ern wieder populär. Marken waren auf einmal überall zu finden. Um aus dem Meer an Logos herauszustechen war auf einmal wieder eine Kombination von Symbol und Text gefragt, idealerweise mit starken Farben und einem Design, das freundlich zu den Augen war.

Die folgenden Entwicklungen führten dann unweigerlich zu unseren heutigen Logos, die, so vielfältig sie auch sind, alle in einer gemeinsamen Tradition stehen.

Und damit bis zum nächsten Mal,

euer Mark N. Mut

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