Es ist ja allgemein bekannt, dass es eine ganz schöne Stange Geld kostet, offiziell mit olympischen Symbolen und Partnerschaften werben zu dürfen. Wenn man nicht gerade Coca Cola oder McDonald’s ist, könnte es einem da schon mal schwer fallen, die 100-200 Millionen Dollar Budget aufzutreiben, die dafür immer wieder berichtet werden. Und wann man das nicht getan hat, erwähnt man die olympischen Spiele besser nicht in der Marketingstrategie. Aber warum sind die Regeln eigentlich mittlerweile so streng, dass das IOC extra eine ganze Schar Anwälte dafür beschäftigen muss. Bedankt euch bei Nike!

Bei den Sommerspielen 1996 im schönen Atlanta wollte Nike mal so richtig die Grenzen testen. Damals waren die Regeln noch nicht so streng, aber gekostet hat die Werbepartnerschaft natürlich schon immer. Michael Johnson absolvierte an einem besonders spannenden Nachmittag ein beeindruckendes 400 Meter Rennen, in dem er nach 43,49 Sekunden alle Kontrahenten hinter sich gelassen hatte. Und das gelang ihm mit einem besonderen Accessoire, das stilecht immer wieder im Fokus der Kamera war: 30.000 $ teure, goldene Schuhe – gesponsert von Nike.

Tage später war er dann mit eben diesem Schuhen, um den Hals geschlungen, auch auf dem Cover der Times. Glücklicher kann ein olympischer Sponsor doch gar nicht werden, oder?

Dabei gibt es nur das Problem, dass Nike eben keiner war. Und Reebok, die 50 Millionen Dollar dafür hingeblättert hatten, einer zu sein, fand das gar nicht gut. Lange Geschichte – kurzer Sinn: Keine war froh darüber, außer Nike (na gut, wahrscheinlich auch Michael Johnson, aus anderen Gründen) und deswegen haben wir jetzt den Salat. Dankeschön!

Bis zum nächsten Mal,

euer Mark N. Mut

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