Mimint

 

Alle Jahre wieder geistern Umfragen durchs Land, die sich mit der Beliebtheit und Vertrauenswürdigkeit unterschiedlicher Berufsgruppen befassen. Regelmäßig landen wir Werber da auf den letzten Rängen, Kopf an Kopf mit Politikern und der Versicherungsbranche. Ja, das tut weh, mimimi.

Dass die Feuerwehr und all die Berufe, die sich um unser Wohlergehen kümmern, ganz vorne im Ranking stehen, ist mehr als berechtigt. Aber dass es uns derart auf die hintersten Ränge haut …?

Ja, womit haben wir das verdient? Wenn ich mich in der Agentur so umschaue, sehe ich sehr engagierte Leute, die sich für ihren Job regelmäßig den Allerwertesten aufreißen. Für die Überstunden was ganz Normales sind. Die natürlich auch in ihrer Freizeit zu erreichen sind. Die sich bemühen, selbst für das allerlangweiligste und überflüssigste Produkt eine zündende Idee zu entwickeln. Die bei Schnellschüssen oder nicht vorhandenem Briefings nicht lang meckern – sondern machen. Oder die bei Verlagen eine Druckunterlagenschlussverlängerung erbetteln, damit der Kunde auch noch die allerletzte Änderung der Änderung in die Anzeige bekommt.

 

Das alles ist Werber-Alltag. Und wird selten mit einem coolen Shooting in der Karibik oder wildem, ausschweifenden Werber-Leben belohnt – geschweige denn mit einem einfachen „Danke!“. Aber auch der Blick auf den Agenturparkplatz zeigt: weit und breit kein dicker Porsche.

Trotzdem: Werber zu sein macht Spaß. Wenn man dabei etwas Respekt und Vertrauen genießt, umso mehr.

So, da haben wir doch einen schönen Weihnachtswunsch!

 

Der Blogwart.

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